Vollmachten

Die Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung können Sie schriftlich für den Fall Ihrer Entscheidungsunfähigkeit im Voraus festlegen, ob und wie Sie in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden möchten. Das betrifft in erster Linie lebenserhaltende Maßnahmen. In einer Patientenverfügung können Sie festlegen, ob und wie lange Sie diese wünschen bzw. wann eine lebensverlängernde Maßnahme für Sie nicht in Frage kommt. Eine Patientenverfügung muss schriftlich verfasst werden, ein formloses Schreiben genügt. Es muss Ihre eigenhändige Unterschrift mit vollem Namen und ein Datum tragen. Sinnvoll ist es, wenn Sie diese Verfügung regelmäßig (z.B. jährlich) auf ihre weitere Gültigkeit bezüglich Ihrer Wünsche überprüfen und dann ggf. neu zu datieren und neu zu unterschreiben.

Ebenfalls ist es sinnvoll, einen Hinweis bei sich zu tragen, wo die Patientenverfügung aufbewahrt wird. Wenn Sie eine Vertrauensperson bevollmächtigt haben, sollten Sie auch diese informieren. Sie können eine Patientenverfügung jederzeit formlos widerrufen (Quelle: Patientenverfügung. Bundesministerium der Justiz, Juni 2012).

Weiterreichende Informationen erhalten Sie in der Broschüre „Patientenverfügung“ des Bundesministeriums für Justiz.

Die Broschüre enthält Empfehlungen für die Formulierung der individuellen Entscheidung. Diese können Sie anhand von Textbausteinen auf Ihre Wünsche übertragen: www.bmj.de - Patientenverfügung.

Das Betreuungsrecht

Das Wesen der Betreuung besteht darin, dass für eine volljährige Person ein Betreuer bestellt wird, der in einem genau festgelegten Umfang für sie handelt. Das Selbstbestimmungsrecht des betroffen Menschen soll dabei gewahrt bleiben, soweit dies möglich ist und seinem Wohl zuträglich ist. Von Betreuung betroffen sind Erwachsene, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen können.

Mein Partner oder meine Kinder werden sich doch um mich und meine Angelegenheit kümmern?

Wenn rechtsverbindliche Erklärungen oder Entscheidungen gefordert sind, können weder Ehepartner noch die Kinder Sie gesetzlich vertreten. Für einen Erwachsenen können die Angehörigen nur in zwei Fällen entscheiden oder Erklärungen abgeben:

Entweder aufgrund einer rechtskräftigen Vollmacht oder wenn sie gerichtlich bestellter Betreuer sind.

Vollmacht ist die durch Rechtsgeschäfte einer anderen Person erteilte Vertretungsmacht. Die bevollmächtigte Person kann Rechtsgeschäfte im Namen des Vollmachtgebers vornehmen.

Von der Vollmacht zu unterscheiden ist eine Betreuungsverfügung. Diese berechtigt nicht zur Vertretung bei Rechtsgeschäften. In ihr werden vielmehr Wünsche festgelegt für den Fall, dass – weil keine Vollmacht erteilt wurde - ein Betreuer bestellt werden muss. Der Betreuer erhält nur die erforderliche Vertretungsmacht durch die gerichtliche Bestellung (Quelle: Betreuungsrecht. Bundesministerium der Justiz, April 2012).

Weiterreichende Informationen erhalten Sie in der Broschüre „Betreuungsrecht“ des Bundesministeriums für Justiz.

Unter dem folgenden Link können Sie die Formulare "Vorsorgevollmacht" und "Betreuungsverfügung" kostenlos herunterladen: www.bmj.de - Das Betreuungsrecht und Vorsorgevollmacht.

Kontakt



Bestattungshaus Krüger-Schön

Inh. Frank Krüger
Zum Rahn 2
29556 Suderburg
Tel. +49 (0)5826 / 29 7

29576 Barum
Tel. +49 (0)5806 / 980 231