Wie kondoliere ich angemessen?

„Trösten ist eine Kunst des Herzens. Sie besteht oft nur darin, liebevoll zu schweigen und schweigend mitzuleiden.“ Otto von Leixner

 

Ihr Verhältnis zum Trauernden und Ihre Persönlichkeit sollten Ihre Reaktion bestimmen. Sie haben aus der Zeitung erfahren, dass ein Freund oder Bekannter verstorben ist. Vielleicht haben Sie auch vom Tod eines Verwandten durch einen Trauerbrief erfahren. Wie sollen Sie sich nun verhalten? Sie sollten auf jeden Fall auf die Nachricht reagieren und Ihre Betroffenheit ausdrücken. Sie helfen den Trauernden, indem Sie an Ihrem Schmerz teilhaben. Ihre Art und Weise der Reaktion hängt von Ihrer Beziehung zum Verstorbenen, zu den Hinterbliebenen und auch von Ihrer Persönlichkeit ab.

Wie begegnen Sie dem Trauenden?

Grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie Floskeln! Wenn Ihnen nichts Passendes einfällt, dann schweigen Sie besser. Ein Blick, ein Händedruck oder eine Umarmung sagen oft schon genug.

 

Kondolenzbesuch

Der Kondolenzbesuch ist ein alter Brauch. Er kann auch heute helfen, Trauernde aus einer Isolation zu holen. Das persönliche Gespräch kann Trauernden gut tun: sie können ihren Schmerz herauslassen, sie können über die Ereignisse reden, sie spüren die Gegenwart eines anderen Menschen und bekommen die Chance, in dieser Situation am normalen Leben teilzunehmen. Wenn Ihre Beziehung es zulässt, gehen Sie bitte einfach hin!

 

Kondolenzbrief

Verfassen Sie Ihren Kondolenzbrief zeitnah, nachdem Sie von dem Todesfall erfahren haben. Schreiben Sie von Hand und verwenden Sie schlichtes, weißes Papier. Vermeiden Sie Floskeln oder ausschließlich vorformulierte Texte aus dem Internet. Es ist immer schwer, die richtigen Worte zu finden. Sie sollten sich zunächst fragen:

„Worum geht es in dieser schriftlichen Anteilnahme?“

Es geht darum, dem Trauernden zu zeigen, dass Sie in dieser Situation an ihn denken und ihm in seiner Trauer nahe sind. Ebenso kann der Trauernde den Brief als Ausdruck verstehen, dass der Verstorbene auch von anderen Menschen geschätzt wurde. Vielleicht haben Sie besondere Erinnerungen an den Verstorbenen oder gemeinsame Erlebnisse, die Sie aufschreiben können oder Sie können einen besonderen Lebensinhalt des Verstorbenen, beispielsweise seinen Beruf oder sein Hobby, würdigen – gehen Sie ganz individuell auf den Trauerfall ein. Wählen Sie leicht verständliche, ehrlich gemeinte und persönliche Worte. Auch ein von Ihnen ausgewähltes Zitat kann Ihre Gefühle zum Ausdruck bringen.

Ihre eigenen Gefühle über den Verlust und die Trauer können Sie dann beschreiben, wenn sie dem Verstorbenen sehr nahe gestanden haben. Geben Sie Ihre Beileidsbekundung möglichst persönlich ab, besonders, wenn es sich um nahe Verwandte, Freunde und Bekannte handelt. Kondolenzbriefe sind von Dauer. Ein Trauernder kann den Brief immer wieder zur Hand nehmen und lesen, wenn ihm danach ist. Ein Kondolenzbrief ist eine Chance für „aufrichtige Teilnahme“. Ausgewählte Sprüche finden Sie in dem Bereich Downloads & Links.

 

Links:  www.gratis-spruch.de und www.trauerspruch.de

 

Am Tag der Beisetzung

Der Tag der Trauerfeier und Beisetzung ist einer der schwersten Momente für Trauernde. Eine Trauergemeinde spendet sich gegenseitig Trost, nimmt sich in die Arme und hält sich an der Hand. Diese Anwesenheit und körperlichen Berührungen entfalten eine große Wirkung bei Trauernden, weil sie beruhigen und festigen.

Zur Trauerfeier oder Beerdigung zu kommen und da zu sein, ist wohl der persönlichste Beitrag, den Sie leisten können. Sie drücken mit Ihrer Anwesenheit noch einmal Ihre Wertschätzung gegenüber dem Verstorbenen aus. Dabei ist es nicht so bedeutsam, ob oder wie Sie nochmals Ihre Anteilnahme in Worten ausdrücken. Während der Trauerfeier, dem Weg zum Grab und der Beisetzung selbst sollten Sie schweigen – zum Austausch mit den anderen Trauergästen ist im Anschluss genug Zeit. Seien Sie da und geben Sie Halt!

 

Gemeinsames Beisammensein nach der Trauerfeier

Zum gemeinsamen Beisammensein im Anschluss an die Beisetzung wird schriftlich oder mündlich eingeladen, d.h. ohne Einladung sollten Sie dort nicht erscheinen. Ein solches Zusammensein soll den Übergang von der Trauer zur Normalität schaffen, vom Tod zum Leben. Das Beisammensein wird von den Trauernden später oft als wichtiges Erlebnis wahrgenommen, weil sie Dinge über den Verstorbenen erfahren, die sie noch gar nicht wussten. Gemeinsam erinnert sich die Trauergesellschaft des Verstorbenen und schafft ein gemeinsames umfassendes Bild.

Grundsätzlich gilt: Bei diesem Zusammensein darf über alles gesprochen, geweint und auch gelacht werden, wenn einem danach ist. Es ist der Weg zurück ins Leben, ohne den Verstorbenen. Das gemeinsame Beisammensein heißt gemeinsames Erinnern (Quelle: www.flensburger-friedhöfe.de).

Kontakt



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